Das Orthopädische Lexikon

Hier finden Sie Informationen zu orthopädischen und unfallchirurgischen Erkrankungen und Verletzungen, möglichen Behandlungsmethoden und ärztlichen Spezialisierungen. Über den Reiter Körperteile können Sie die verschiedenen Lexikonbereiche auch gezielt zum Beispiel nach Rücken-, Knie- oder Schulterthemen durchsuchen.

Die Akupunktur ist eine Reiztherapie, die durch Einstechen feiner Nadeln Schmerzen und Funktionsstörungen behebt. Sie fußt auf erfahrungsmedizinischen und asiatischen Wurzeln und wird im Bereich der Orthopädie unter anderem zur Behandlung von chronischen Schmerzen bei einer Verschleißerkrankung der Kniegelenke sowie im Bereich der Lendenwirbelsäule eingesetzt.

Unter Biofeedback versteht man die Behandlung von körperlichen, psychosomatischen und psychischen Krankheiten durch die systematische Rückmeldung von Körperfunktionen. Dabei geht es insbesondere um die Verdeutlichung der Zusammenhänge von geistigen (psychischen) und körperlichen (physiologischen) Prozessen.

Dieser Artikel beleuchtet das Präparat Botulinumtoxin, welches zunehmend bei orthopädisch-unfallchirurgischen Erkrankungen und zur Schmerztherapie eingesetzt wird. Es existieren eine Reihe von zugelassenen und auch Off-Label-Indikationen. Wirkprinzipien, erwünschte und unerwünschte Wirkungen sowie Wechselwirkungen und Dosierungsfragen werden dargelegt.

Bei der Ganganalyse wird das Gangbild des Patienten statisch und dynamisch auf Auffälligkeiten und therapiebedürftige Veränderungen hin untersucht. Dieses kann mit und ohne technische Hilfsmittel erfolgen. Häufig lässt sich eine bestehende Fußfehlstatik mittels orthopädischer Einlagen passiv kompensieren.

Heparine sind körpereigene Vielfachzucker (Polysaccharide), welche die Blutgerinnung hemmen. Sie werden therapeutisch immer dann eingesetzt, wenn eine Übergerinnbarkeit des Blutes, zum Beispiel nach Verletzungen, mittleren und großen Operation oder bei bösartigen Erkrankungen, den Patienten gefährdet.

Die Versorgung mit einer Hüftendoprothese stellt die häufigste Versorgung mit einem künstlichen Gelenk am menschlichen Körper dar. Sie wird derzeit etwa 220.000-mal pro Jahr in Deutschland durchgeführt. Das Prinzip besteht nach Ausreizen der konservativen, sprich nichtoperativen Therapie, in einem künstlichen Ersatz der Hüftgelenkspfanne und des Hüftkopfes. Dies ist mit verschiedenen Prothesentypen und -materialien möglich.

Bei einer zunehmenden Zahl von Erstimplantationen künstlicher Hüftgelenke wird es zwangsläufig auch zu einer Zunahme der Wechseloperationen (Revisionen) kommen. Es ist prinzipiell davon auszugehen, dass nach einem gewissen Zeitraum jegliche Endoprothese des Hüftgelenkes eines Wechsels bedarf. Es kommt einerseits zu einer Veränderung des Knochens um die Prothese herum, was zur Lockerung führen kann, zum anderen wird zwischen den Gleitpartnern, sprich zwischen Kugel und Pfanne Abrieb produziert. Dieser Abrieb führt zwangsläufig irgendwann zur Lockerung der Hüftprothese.

In der Orthopädie wird die Hyaluronsäure-Therapie vor allem bei einer Arthrose der Kniegelenke eingesetzt. Sie soll die Gelenkmechanik verbessern und insbesondere die Schmerzen reduzieren. Dabei wird die Hyaluronsäure unter keimfreien (aseptischen) Bedingungen direkt in das Gelenk gespritzt (intraartikuläre Injektion). Die Indikation für ihre Anwendung sollte gemäß den aktuellen Leitlinien zur Therapie der Arthrose gestellt werden.

Kinesio-Taping ist eine alternative Möglichkeit zur Behandlung von Funktionsstörungen am gesamten Bewegungsapparat, bei Sportlern bei Überlastungen, nach Verletzungen und bei muskulären Verspannungen. Kinesio-Tapes sind elastische Klebebänder, die unter Beachtung der anatomischen Strukturen nach funktionellen Gesichtspunkten angebracht werden.

KISS ist die Abkürzung für Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung. Diese Fehlhaltung bei Säuglingen wird häufig durch eine schwierige Geburt verursacht, bei der es zu einer überdurchschnittlichen Belastung der Halswirbelsäule kommt. Auch ein Kaiserschnitt geht mit einem erhöhten Risiko einher. Die Funktionsstörungen in einem der oberen Halswirbelsäulensegmente können zu einseitigen Muskelstörungen führen, die ihrerseits Asymmetrien auslösen. Die KISS-Therapie erfolgt mithilfe der sanften Atlastherapie, die häufig in Kombination mit weiteren manuellen Behandlungsmethoden angewendet wird.

Beim künstlichen Ersatz des Kniegelenkes werden die gelenkbildenden Flächen von Ober- und Unterschenkel mit Prothesenbestandteilen versorgt, sodass anschließend Metall auf Kunststoff gleitet (Knietotalendoprothese). Alternativ können auch Teilprothesen verwendet werden (Teilgelenkersatz des Knies).

Jede Endoprothese hat eine begrenzte Haltbarkeit und das ganz unabhängig davon, wie erfolgreich sie implantiert wurde. Denn sowohl der Knochen um die Gelenke herum unterliegt mit der Zeit gewissen Veränderungen, als auch die verschiedenen Teile der Prothese, die von Abrieb und Verschleiß betroffen sind. Aus diesem Grunde wird bei zunehmender Zahl an Erstimplantationen von Knieprothesen auch die Zahl der Wechseloperationen (Revisionen) in Zukunft steigen.

Nicht jede Arthrose des Kniegelenkes bedarf immer der Versorgung mit einem kompletten Kniegelenk (bicondylärer, beide Oberschenkelanteile betreffender Oberflächenersatz). Wird nur die Innen- oder Außenseite versorgt, so spricht man von einem unicondylären Gelenkersatz. 90 Prozent der unicondylären Gelenkersatzoperationen betreffen die Innenseite des Kniegelenkes, zehn Prozent die Außenseite.

Lokalanästhetika sind lokale Betäubungsmittel, die in der Orthopädie und Unfallchirurgie außerdem auch sehr verbreitetet zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden.

Dieser Artikel beleuchtet die am häufigsten verwendeten Medikamente in der Orthopädie und Unfallchirurgie zur Behandlung von Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen. Positive und negative Wirkungen sowie Indikationen und Risiken werden erläutert.

Dieser Artikel beleuchtet die unerwünschten Wirkungen und Kontraindikationen nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR).

Orthopädische Maßschuhe können verordnet werden, wenn durch andere Maßnahmen eine angemessene Gehfunktion bei langfristiger Einschränkung der Form, Funktion und/oder Belastbarkeit der Füße nicht erzielt werden kann.

Schulterprothesen können bei Gelenkverschleiß, schweren Gelenkbrüchen oder ausgeprägtem Sehnenverschleiß mit entsprechend starken Beschwerden eine gute Behandlungsmöglichkeit sein. Je nach Ursache gibt es verschiedene Prothesenmodelle, die eingesetzt werden können.

Unter einer Spondylodese (umgangssprachlich häufig „Versteifung“ genannt) versteht man das knöcherne Zusammenwachsen mehrerer Wirbel, heutzutage in der Regel durchgeführt als sogenannte Instrumentationsspondylodese unter Verwendung von Wirbelsäulenimplantaten, bei verschiedenen Erkrankungen der Wirbelsäule, die von einer solchen Stabilisierung profitieren.

Für Patienten mit schmerzhaft zerstörten Sprunggelenken, zum Beispiel aufgrund von Gelenkverschleiß (Arthrose) oder rheumatischen Erkrankungen, ist das Kunstgelenk (Endoprothese) heute eine ernstzunehmende Alternative zu gelenkversteifenden Operationen (Gelenkfusionen). Voraussetzung ist, dass der Zustand der Knochen und Weichteile des Sprunggelenks den Einsatz einer Endoprothese erfolgversprechend zulässt.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind Behandlungsansätze aus dem medizinischen Denksystem eines fremden und fernen Kulturkreises Gegenstand der klinischen Anwendung und wissenschaftlichen Forschung, die in vielfältiger Weise zu einer Bereicherung der medizinischen Möglichkeiten in Erkenntnis, Diagnostik, Therapie und Prävention nicht zuletzt auch für die Orthopädie führen.

Die Wirbelsäulen-Funktionsanalyse ist ein strahlenfreies Messverfahren. Die Untersuchungen werden im Stehen und im Gehen durchgeführt. Die Messergebnisse stellen die Funktionsfähigkeit der Wirbelsäule dar und dienen als Grundlage für Therapien, beispielsweise bei Rückenschmerzen.

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