
Ob beim Volleyball, Schwimmen oder Tennisspielen – bei vielen Sportlerinnen und Sportlern ist das Schultergelenk im Dauereinsatz und muss intensive Bewegungen und Belastungen meistern. Aber auch bei wiederholten Überkopfbewegungen im Alltag kann die Schulter stark belastet werden. Insbesondere degenerative Sehnenveränderungen im Alter können die Lebensqualität beeinflussen. Ist die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt oder treten Schmerzen auf, können Orthopäden und Unfallchirurgen feststellen, ob Verschleiß, Überlastung oder Fehlhaltungen die Ursache sind und diesen mit der passenden Behandlung begegnen.

- ACG-Arthrose
Die Acromioclaviculargelenkarthrose, auch bekannt als ACG-Arthrose, ist eine Form von Gelenkverschleiß, die das Akromioklavikulargelenk (ACG) betrifft. Dieses Gelenk verbindet die Schulterhöhe mit dem seitlichen Schlüsselbein und ist an der Hebung und Senkung, dem Vor- und Zurückschieben sowie dem Kreisen der Schulter beteiligt.
- Akute und chronische Luxationen
Bei einer Luxation handelt es sich um eine Gelenkverletzung, bei der sich die gelenkbildenden Knochenenden vollständig oder auch nur zum Teil (Subluxation) verschieben. Man spricht umgangssprachlich auch von einem Auskugeln oder Ausrenken des Gelenks.
- Ausgekugelte Schulter
Der große Bewegungsumfang der Schulter beruht auf einem annähernd kugelförmigen Oberarmkopf, der auf einer relativ kleinen, flachen Gelenkpfanne ruht. Aufgrund dieser geringen knöchernen Begrenzung kann das Schultergelenk leichter auskugeln. Dies wird auch als Schulterluxation bezeichnet.
- Chondrokalzinose
Die Chondrokalzinose bezeichnet eine krankhafte Mineralisation des Gelenkknorpels oder anderer knorpelartiger Strukturen wie zum Beispiel Menisken. Am häufigsten handelt es sich dabei um Calciumphosphat-Ablagerungen. Viele Gelenke bereiten trotz erkennbarer Mineralisation keine Beschwerden.
- Kalkschulter
Eine Kalkschulter entsteht durch kalkartige Ablagerungen, sog. Kalkdepots, in Sehnen und Sehnenansätzen. Überwiegend kommen sie in der Rotatorenmanschette vor, also der Sehnenkappe, die das Schultergelenk umgibt. Die Kalkablagerungen entstehen oftmals über Jahre und bleiben häufig lange unbemerkt. Im fortgeschrittenen Stadium leiden Patienten an eingeschränkter Bewegungsfreiheit und teils starken Schmerzen.
- Kapsel- und Bandverletzung
Die Kapsel- und Bandverletzung – auch kurz Bandverletzung genannt – stellt eine sehr häufige Verletzung an verschiedenen Gelenken dar, die in Folge von Sport-, Berufs- aber auch Alltagsunfällen auftreten kann. Bleibt das Gelenk hierbei stabil und die Strukturen im Wesentlichen intakt, wird nur von einer Bänderzerrung oder -dehnung gesprochen. Es kann aber auch zu einer teilweisen oder kompletten Zerreißung der Bänder kommen, wenn der Bewegungsspielraum maximal überschritten wird. In der Folge wird das Gelenk dann instabil.
- Knochenbrüche bei Osteoporose
Knochenbrüche bei bestehender Osteoporose sind häufig und erfordern spezielle Therapiestrategien. Betroffen sind dabei vor allem die Wirbelsäule, die Hüfte, der Oberarm und das Handgelenk. Die Therapie gestaltet sich hierbei vielfältig und muss immer individuell auf den Patienten abgestimmt werden.
- Riss der Rotatorenmanschette
Die Rotatorenmanschette ist eine Muskel-Sehnen-Platte, die den Oberarmkopf umgibt und als wichtiger Bestandteil des Bewegungsapparates der Schulter fungiert. Zu Rissen der Rotatorenmanschette kommt es hauptsächlich aufgrund von Abnutzung (sogenannte degenerative Rupturen). Seltener treten unfallbedingte Risse auf (sogenannte traumatische Rupturen).
- Schulterarthrose
Im Laufe des Lebens unterliegt das Schultergelenk einem gewissen Verschleiß, bei dem die den Knochen überziehende Knorpelschicht im Gelenk dünner wird. Überschreitet dieser Verschleiß das normale Maß, spricht man von Arthrose, im Bereich des Schultergelenks von Omarthrose.
- Schulterimpingement
Manchmal wird der Raum für die Sehnen der Rotatorenmanschette und den Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches knapp. Das führt zu starken Einklemmungs- und pochenden Entzündungsschmerzen. Die schmerzende Enge des Gleitraums zwischen Oberarmkopf und Schulterdach wird auch als Impingement-Syndrom oder Schulterimpingement bezeichnet.
- Schulterschmerz
Schulterschmerzen können vielseitige Gründe haben. Hier werden die wichtigsten Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dargestellt.
- SLAP-Läsionen
Die SLAP Läsion ist eine Verletzung der oberen Gelenklippe der Schulter und steht für „Superiores Labrum von Anterior nach Posterior“. In diesem Bereich der Gelenklippe entspringt auch die lange Bizepssehne.
- Sportverletzungen
Unter dem Begriff Sportverletzungen versteht man alle Arten von Verletzungen, die während der Ausübung von Freizeit- und Leistungssport entstehen können. Zu unterscheiden sind akute Verletzungen (Unfälle) von chronischen Verletzungen (Überlastungen).
- Werferschulter
Bei Wurfsportarten und Überkopfbelastungen kommt es aufgrund der häufigen Wiederholung bestimmter Bewegungen (Abspreizen des Arms, Außenrotation) zu muskulären Dysbalancen, also zur Verkürzung und Schwächung einzelner Muskeln, und zu einer Störung des Bewegungsrhythmus der Schulter. Dies kann in der Folge zu einer schmerzhaften funktionellen Verengung im Schultergelenk, einem sogenannten Impingement, führen. Die daraus resultierenden Schäden werden unter dem Begriff der Werferschulter oder Sportlerschulter zusammengefasst.







