Der Bandscheibenvorfall Teil 1: Anatomie der Wirbelsäule

Ein Bandscheibenvorfall kann sehr plötzlich quasi aus dem nichts heraus entstehen, sich aber auch über Monate hinaus entwickeln. In dieser 4-teiligen Orthinform-Serie erhalten Sie wichtige Informationen zu der Anatomie Ihrer Wirbelsäule sowie der Ursache, der Diagnose und der möglichen Therapien eines Bandscheibenvorfalls. Je mehr Sie wissen, desto souveräner können Sie mit Ihren Beschwerden umgehen und desto besser stehen Ihre Chancen auf Besserung.
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Anatomie der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule ist Teil des Skelettsystems und die tragende Säule unseres Körpers. Sie muss den Körper aufrichten und stabilisieren sowie als Schutz für das empfindliche Rückenmark dienen. Am oberen Ende ruht der Kopf, seitlich setzen die Rippen an. Ganz unten läuft sie im Steißbein aus, das sich aus unserem Affenschwanz zurückentwickelt hat.

Die Wirbelsäule besteht aus insgesamt 33 bis 34 Wirbeln und ist in Abschnitte unterteilt. Die Halswirbelsäule am oberen Ende besteht aus 7 Wirbeln. An die Halswirbelsäule schließt die Brustwirbelsäule an, sie umfasst 12 Wirbel. Der Lendenbereich besteht aus 5 Lendenwirbeln und der Kreuzbeinbereich aus 5 Kreuzbeinwirbeln, die miteinander verschmolzen sind. Das Steißbein besteht aus 3 bis 5 miteinander verschmolzenen Steißbeinwirbeln.

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Jeder Wirbel besteht aus einem runden Wirbelkörper und einem Wirbelbogen, der den Wirbelkanal bildet, rückenseitig begrenzt durch Dornfortsätze. Der Wirbelkanal bietet Platz für das Rückenmark und die Nervenwurzeln, die aus ihm austreten. Zwischen den Wirbeln liegen die Bandscheiben, die für Beweglichkeit und Flexibilität sorgen. Zusätzlich befinden sich kleine Gelenke zwischen den Wirbelbögen, die sogenannten Facettengelenke, sowie anhaftend Muskeln und Bänder, die Stabilität und Bewegung zugleich ermöglichen.

Die Bandscheibe ist ein knorpeliges Gewebe, das zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule liegt. Sie besteht aus einem äußeren Faserring, dem Anulus fibrosus aus Fasern und Kollagenfasern, und einem inneren, geleeartigen Kern, dem Nucleus pulposus, der aus einer Mischung aus Wasser und Proteinen besteht.

Die Bandscheibe hat mehrere wichtige Funktionen. Sie verhindert, ein wenig wie ein Polster, dass die einzelnen Wirbel aufeinander reiben. Zudem absorbiert sie Stöße und Vibrationen und sie ermöglicht es der Wirbelsäule, sich zu biegen und zu drehen: Bei Drehbewegungen müssen die Bandscheiben zwischen den Wirbeln flexibel sein. Sie können sich dabei leicht seitwärts bewegen, um die Drehbewegung zuzulassen.

Zusammen mit den Muskeln, Bändern und Gelenken ermöglichen die Bandscheiben der Wirbelsäule eine Vielzahl von Bewegungen wie Beugen, Strecken und Drehen. Allerdings können sie im Laufe der Zeit degenerieren oder durch Verletzungen beschädigt werden. Eine Möglichkeit ist der Bandscheibenvorfall.

Das Rückenmark ist ein wichtiger Teil des zentralen Nervensystems und verläuft innerhalb der Wirbelsäule. Es ist ein dünner, zylindrischer Strang aus Nervengewebe, der sich vom Gehirn aus bis zum mittleren Rücken erstreckt und als Teil des Nervensystems für die Übertragung von Signalen zwischen dem Gehirn und dem restlichen Körper verantwortlich ist. Im Inneren der Wirbelsäule verläuft das Rückenmark in einem schmalen Kanal, dem Rückenmarkskanal.

Die Nervenfasern im Rückenmark sind für verschiedene Körperregionen zuständig. Zum Beispiel sind die Fasern, die für die Bewegung der Arme und Hände verantwortlich sind, im Nackenbereich des Rückenmarks konzentriert, während die Fasern, die für die Beinbewegung zuständig sind, im unteren Rückenbereich liegen. Schädigungen des Rückenmarks können zu einer Beeinträchtigung wichtiger Funktionen führen. Wenn das Rückenmark beispielsweise auf Höhe der Brustwirbelsäule verletzt wird, kann es zu einer Querschnittlähmung kommen, die die Kontrolle der Beine und des Körpers beeinträchtigt.

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„Der Rücken-Doc: Bandscheibenvorfall“, ISBN: 9783432117676, Autoren: Dr. Patrick Simons und Arndt Fengler, 100 Seiten, 54 Abbildungen, Preis: 15,99 €

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