Warum Entspannung so wichtig ist

14.05.2018

Alltagshektik und Berufsstress bestimmen bei vielen Menschen den Tagesablauf. Zeit für sich selbst nehmen sich die Wenigsten. Dabei ist ausreichend Entspannung wichtig, um sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun. Doch wie kann man diese in einen stressigen Alltag integrieren?
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Hier erfahren Sie, warum Entspannung so wichtig ist, was sie bewirken kann und wie sich Entspannung in einen stressigen Alltag integrieren lässt.

Eine Auszeit muss auch mal sein

Stress gehört zum Alltag dazu. Er ist eine natürliche Reaktion des Körpers, um Aufgaben konzentrierter und besser bewältigen zu können. In stressigen Situationen produziert der Körper Stresshormone wie Adrenalin, Dopamin und Cortisol. Diese setzen Energiereserven frei, sodass der Blutfluss umverteilt wird und alle Funktionen, die in diesem Moment nicht gebraucht werden, erst einmal gehemmt werden. Dadurch kann man sich kurzfristig besser auf bestimmte Aufgaben konzentrieren.

Leider hat zu viel Stress auch negative Folgen für den Körper. Hoher Blutdruck, Schlafstörungen oder ein schneller Herzschlag können die Folge von häufigem Stress sein.

Der Grund dafür ist einfach: Der Stress wird nicht gut genug ausgeglichen oder abgebaut. Früher haben sich Menschen in stressigen Situationen mehr bewegt, zum Beispiel bei der Jagd. Diese Bewegung bleibt heute leider aus, sodass die produzierten Stresshormone nicht schnell genug abgebaut werden können.

Stress lässt sich jedoch durch gezielte und richtige Entspannung vorbeugen.

Regelmäßig Entspannen

Wichtig ist es vor allem, sich regelmäßig zu entspannen. Dabei reichen häufig schon ein paar Minuten am Tag aus, um Energiereserven aufzutanken und den Kopf frei zu bekommen. Eine gute Möglichkeit kann ein Spaziergang an der frischen Luft sein. Durch die Bewegung werden Stresshormone schneller abgebaut, wodurch das Stresslevel deutlich gesenkt wird. Zudem hilft ein Spaziergang dabei, am Abend besser und entspannter einzuschlafen.

Bewusst atmen

Wem die Zeit für einen Spaziergang fehlt, kann natürlich auch andere Möglichkeiten nutzen, um sich zu erholen. Denn auch Ruhe hilft dabei, zu entspannen. Es reicht meist schon aus, sich ganz bewusst einige Minuten zurückzuziehen und auf sich selbst zu konzentrieren. Wer dann noch auf seine Atmung achtet, kann die Entspannung intensivieren. Durch die richtige Atmung kann Stress und Unwohlsein gelindert werden. Wer sich auf die eigene Atmung fokussiert, blendet in diesem Moment andere Sinneswahrnehmungen aus. Dadurch entspannt sich der Körper. Durch die kontrollierte Atmung verlangsamt sich der Puls, der Blutdruck sinkt und die Muskulatur entspannt.

Einfach mal nichts tun

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal gar nichts gemacht? Ist es vielleicht schon so lange her, dass Sie sich nicht erinnern können? Dabei ist einfach mal nichts zu tun der beste Weg, um sich eine Auszeit zu gönnen. Schalten Sie einen Gang runter und nehmen Sie sich Zeit für Dinge, die Ihnen Spaß machen. Ein Lese-Nachmittag, ein heißes Bad oder einen Sauna-Besuch – erlaubt ist alles, was dabei hilft, abzuschalten. In dieser Zeit konzentrieren Sie sich auf Ihren Körper, tanken neue Energie und können Aufgaben wieder mit neuer Kraft angehen.

Machen Sie Sport

Natürlich hängt die Wahl der Entspannung auch mit den eigenen Vorlieben zusammen. Für einige ist Ausdauertraining eine gute Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Denn auch mit Sport lässt sich entspannen. Passende Sportarten können Joggen, Schwimmen oder Fahrradfahren sein. Diese Sportarten eignen sich gut, um Stress und Anspannung abzubauen.

Eine kleine Entspannungsübung

Eine gute Entspannungsmöglichkeit bietet die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Das Prinzip: Entspannung durch Anspannung. Hier eine kleine Übung, die Sie sehr gut in Ihren Alltag integrieren können.

Die Übung:

Legen Sie sich bequem hin. Wählen Sie eine Position, in der Sie sich besonders wohl fühlen. Am besten legen Sie sich entspannt auf den Rücken. Schließen Sie nun Ihre Augen. Achten Sie gezielt auf Ihre Atmung. Ist diese eher schnell oder ruhig?

Atmen Sie nun drei Mal ganz bewusst ruhig und intensiv ein. Spüren Sie die Atmung bis tief in den Bauch.

  1. Nun spannen Sie kräftig Ihre Unterarme an, indem Sie mit den flachen Handflächen auf den Untergrund drücken. Zählen Sie von eins bis fünf. Nun lassen Sie die Spannung wieder los. Merken Sie jetzt das Gefühl der Entspannung?
  2. Pressen Sie als nächstes Ihren Nacken fest an den Untergrund. Halten Sie diese Spannung für einige Sekunden. Entspannen Sie anschließend wieder.
  3. Ziehen Sie Ihre Schultern in Richtung der Ohren. Halten Sie auch dabei die Position wieder ein paar Sekunden, bevor Sie die Schultern wieder entspannen.

Bei der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson sollen Sie lernen, bewusst die Muskelgruppen Ihres Körpers wahrzunehmen und diese gezielt zu entspannen. Integrieren Sie die oben genannten Übungen einfach in Ihren Alltag und lernen Sie damit, aktiv zu entspannen.

Fazit

Es ist wichtig, sich im Alltag regelmäßig Zeit für sich und seinen Körper zu nehmen. Wer sich Zeit für einen Ausgleich im hektischen Alltag nimmt, wird die täglichen Herausforderungen besser meistern. So bestimmen nicht mehr Alltagshektik und Berufsstress den Tagesablauf, sondern Sie – und das ganz entspannt.

Quelle: ABJETZT/FIT

Literatur und weiterführende Links

www.abjetzt.de