
Aufwärmen und Abkühlen
Bei Kälte sind Muskeln, Sehnen und Bänder steifer, wodurch das Verletzungsrisiko steigt. Planen Sie deshalb mehr Zeit fürs Aufwärmen ein und beginnen Sie Ihr Training mit lockerem Einlaufen oder einer kurzen Einheit auf dem Fahrradergometer – gern auch mit leichtem Radfahren im Freien. Starten Sie intensive Belastungen erst, wenn Sie warm sind. Ein ruhiger Cool-down am Ende hilft dem Körper, sich zu erholen.
Erkältungen vorbeugen
Die richtige Kleidung macht den Unterschied. Funktionsmaterialien, die Schweiß von der Haut wegtransportieren, halten Sie zugleich warm und trocken. Das Zwiebelprinzip – mehrere dünne Schichten – erlaubt es, Kleidung je nach Gefühl an- oder auszuziehen. Bei leichten Erkältungssymptomen ist intensiver Sport tabu. Wählen Sie stattdessen Spaziergänge im Gesprächstempo oder sanfte Morgen- oder Abendgymnastik ohne Anstrengung. So bleiben Sie in Bewegung, ohne den Körper zu überfordern.
Atemwege schützen und richtig trinken
Kalte, trockene Luft kann die Atemwege reizen. Ein Halsschlauch oder Schlauchtuch, das bis über Mund und Nase reicht, wärmt und befeuchtet die Einatemluft. Zusätzlich hilft es, die Schleimhäute feucht zu halten, zum Beispiel mit Lutschpastillen, Dragees oder zuckerfreiem Kaugummi. Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Besonders lauwarmes Wasser oder Tee sind im Winter angenehm und belasten den Körper nicht unnötig.
Belastung klug steuern
Im Winter benötigt der Körper mehr Energie, daher kann sich Training anstrengender anfühlen. Eine generelle Reduktion ist nicht nötig, solange Sie auf Ihren Körper hören und Intensität sowie Dauer individuell anpassen. Nach Trainingspausen, Verletzungen oder Infekten steigen Sie langsamer wieder ein und steigern Umfang und Intensität schrittweise.
Vitamin D im Blick behalten
Wenig Sonnenlicht kann auch bei ausgewogener Ernährung zu Vitamin‑D‑Mangel führen, was Knochen und Immunsystem beeinträchtigen kann. In den Wintermonaten kann ein niedrig dosiertes Vitamin‑D‑Präparat sinnvoll sein. Eine Blutkontrolle des Vitamin‑D‑Spiegels und die Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt helfen, die passende Dosis zu finden.
Drinnen oder draußen?
Wer Vorerkrankungen hat, wählt im Zweifel besser Indoor‑Aktivitäten, um Risiken zu minimieren. Menschen mit kälteempfindlichen Händen oder Füßen sollten besonders gut schützen und die Durchblutung regelmäßig kontrollieren, um Erfrierungen vorzubeugen. Einen festen Minus‑Grenzwert für das Training im Freien gibt es nicht – Wind, Sonneneinstrahlung und die individuelle Kältetoleranz spielen eine große Rolle. Entscheidend sind angemessene Kleidung nach dem Zwiebelprinzip und das bewusste Wahrnehmen der eigenen Grenzen.
10 praktische Tipps auf einen Blick
- Mehr Zeit fürs Aufwärmen einplanen – erst danach intensiv belasten.
- Funktionskleidung tragen, die Schweiß ableitet.
- Zwiebelprinzip nutzen: Schichten je nach Bedarf an- oder ausziehen.
- Bei Erkältungssymptomen auf intensiven Sport verzichten.
- Stattdessen Spaziergänge im Gesprächstempo oder sanfte Gymnastik wählen.
- Atemwege schützen: Halsschlauch/Schlauchtuch bis über Mund und Nase.
- Schleimhäute feucht halten: Lutschpastillen, Dragees oder Kaugummi.
- Genug trinken, am besten lauwarm (Wasser oder Tee).
- Belastung anpassen: Nach Pausen/Infekten Umfang und Intensität reduzieren und langsam steigern.
- Vitamin D beachten: Im Winter ggf. niedrig dosiert ergänzen und Spiegel prüfen lassen; bei Vorerkrankungen eher Indoor trainieren.
Bleiben Sie aufmerksam, kleiden Sie sich clever und steigern Sie Ihr Training mit Bedacht – so kommen Sie gesund und leistungsfähig durch den Winter.