Schmerzlinderung durch Kinesio-Tapes

Manchmal blitzen sie aus dem Kragen eines Pullovers oder auch aus dem Beinausschnitt von Bermudas. Bunte, elastische Baumwollbänder, so genannte Kinesiotapes. 1973 vom japanischen Chiropraktiker Kenzo Kase zur Behandlung von Sportverletzungen entwickelt, finden die Kinesio Tapes inzwischen bei unterschiedlichsten Beschwerden Anwendung.
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Kinesio Tapes sind selbstklebenden Baumwollbänder, die in etwa der Dicke der Haut entsprechen. Das besondere an ihnen ist, dass sie sowohl schräg- als auch längselastisch sind. Damit schaffen sie die die Voraussetzung, verletzte oder auch entzündete Gelenke, Muskeln und Bänder zu stabilisieren, ohne dabei die Beweglichkeit einzuschränken. Das unterscheidet sie maßgeblich von Bandagen, die die betroffenen Bereiche ausschließlich ruhig stellen, was in vielen Fällen den Heilungsprozess sogar verlängert.

Aufgebracht werden sie in gedehnter Haltung, dadurch heben sie bei der Rückkehr in die entspannte Position die Haut minimal an. Die Klebetechnik, der Zuschnitt und die Haftfläche sind dabei von entscheidender Bedeutung, denn neben der stabilisierenden Wirkung entstehen auch kleine Freiräume zwischen der Ober- und der Unterhaut, wo sich viele Rezeptoren befinden. Darunter auch 85 Prozent der Schmerzsensoren, die durch die Tapes positiv stimuliert werden, wodurch die Beschwerden merklich gelindert werden. Den unterschiedlichen Farben der Tapes werden verschiedene Wirkungen zugeschrieben, so soll rot beispielsweise wärmend und durchblutungsfördernd und blau kühlend wirken. Wissenschaftlich bewiesen ist das allerdings nicht.

Kinesio Tapes haften in der Regel zwischen vier und sieben Tagen auf der Haut, sie sind wasserdicht und feuchtigkeitsdurchlässig. Duschen und Sport treiben sind mit ihnen kein Problem.

Neben der Prophylaxe im Sport finden sie auch Anwendung bei Rückenschmerzen, wie zum Beispiel Lumbargo, dem so genannten Hexenschuss, beim HWS-Syndrom oder bei Ischiasbeschwerden. Aber auch bei Zerrungen, Faserrissen, Sehnenscheidenentzündungen, Arthrose, Schulter- und Nackenschmerzen werden sie therapeutisch eingesetzt. Selbst bei Migräne oder Lymphabflussstörungen bringen sie Linderung. Oft tritt für den Patienten schon nach der erste Anwendung eine spürbare Verbesserung auf. Man sollte aber darauf achten, dass die Tapes nur durch Profis wie Orthopäden oder Physiotherapeuten abgebracht werden, denn für den Erfolg der Therapie ist eine korrekt durchgeführte Technik essentiell.

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