Muskeln stärken, Arthrose vorbeugen: Bewegung leicht gemacht

Regelmäßige Bewegung ist eine der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten, im Alter gesund, beweglich und selbstständig zu bleiben. Wer aktiv bleibt, stärkt Muskeln und Gelenke und kann Arthrose vorbeugen. Bewegung tut in jedem Alter gut und lässt sich vielseitig in den Alltag integrieren – von Spaziergängen über Gartenarbeit bis hin zu Sport allein oder in der Gruppe.
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Was passiert bei Arthrose – und warum Bewegung hilft?

Etwa ein Fünftel der Menschen über 60 hat Arthrose. Dabei ist der Gelenkknorpel geschädigt und kann die Knochen nicht mehr ausreichend abpolstern. Knorpel besteht aus stützenden Fasern und viel Wasser. Damit er gesund bleibt, muss er „ernährt“ werden – und genau dabei hilft Bewegung. Beim Wechsel aus Belastung und Entlastung funktioniert der Knorpel wie ein Schwamm: Unter Druck werden Abfallstoffe herausgepresst, in der Entspannung nimmt der Knorpel Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit auf. Gleichzeitig kräftigt die Bewegung die Muskulatur, die Gelenke stabilisiert und entlastet.

Bewegung als fester Teil des Tages

Im höheren Alter sollte die Bewegung so selbstverständlich sein wie Essen und Schlafen. Mehrmals täglich kleine Aktivitätseinheiten sind ideal. Dazu gehören Haus- und Gartenarbeiten, häufige Wege zu Fuß und das Fahrrad im Alltag. Verabredungen motivieren: Feste Spaziergänge mit Freunden, Fahrradtouren oder eine regelmäßige Nordic-Walking-Runde in der Nachbarschaft. Wer gerne in der Gruppe trainiert, findet in Vereinen und Studios passende Angebote – etwa Gymnastik, Tanzen oder andere Seniorensportkurse.

Die passende Aktivität finden – ohne Überlastung

Wichtig ist, eine Form der Bewegung zu wählen, die Freude macht und nicht überfordert. Häufige, schöne Bewegung ist besser als seltene, harte Belastungen. Sportarten mit unkontrollierten Bewegungen oder starken Stoßbelastungen sollten eher gemieden werden. Gelenkschonende „Scharnierbewegungen“ – auch gleichmäßiges Beugen und Strecken – sind ideal. Auch wer früher wenig aktiv war, kann jederzeit beginnen und sich Schritt für Schritt eine eigene Routine aufbauen.

Sicher starten und dranbleiben

In vielen Vereinen und Studios können Seniorinnen und Senioren unter fachkundiger Anleitung trainieren. Achten Sie dabei auf Ihr Körpergefühl, steigern Sie es langsam und legen Sie bei Schmerzen Pausen ein. Entscheidend ist Ihr individueller Gesundheitszustand. Ein ärztlicher Fitnesscheck und eine Beratung bei einer Fachärztin oder einem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie helfen, die geeignete Einstiegsaktivität zu finden.

Regelmäßige, alltagsnahe Bewegung schützt die Gelenke, stärkt die Muskeln und hält länger fit und unabhängig. Beginnen Sie mit kleinen Schritten, bleiben Sie dran – und wählen Sie Aktivitäten, die zu Ihnen passen und Ihnen gut tun.

Quelle: Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU e.V.)

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