Rückenschmerzen bei Kindern – Was Eltern wissen sollten

Rückenschmerzen treten bei Kindern immer häufiger auf, besonders mit zunehmenden Schuljahren. Das Risiko steigt, da Kinder oft zu wenig Bewegung haben und ihre Rückenmuskulatur dadurch schwächer wird. Auch Verletzungen oder falsche Belastungen können Schmerzen im unteren Rückenbereich verursachen.
©New Africa - stock.adobe.com

Ursachen und Häufigkeit

  • Bewegungsmangel und schwache Rückenmuskulatur: Viele Kinder verbringen den Großteil ihres Tages im Sitzen – sei es in der Schule oder zu Hause vor dem Smartphone oder der Spielekonsole. Diese einseitige Belastung schwächt die Rückenmuskulatur und kann zu Schmerzen führen .
  • Falsche oder zu schwere Belastung: Das Muskel- und Skelettsystem von Kindern ist noch in der Entwicklung und daher anfälliger für Verletzungen und Verspannungen.
  • Häufigkeit: Bereits mit sieben Jahren klagen etwa 1 % der Kinder über Rückenschmerzen im unteren Rücken. Bei 10-Jährigen sind es 6 %, und bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren leidet fast jeder Fünfte darunter.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Orthopäden und Unfallchirurgen raten, bei anhaltenden Rückenschmerzen immer einen Arzt aufzusuchen. So können ernsthafte Erkrankungen oder Fehlbildungen ausgeschlossen werden. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um harmlose Funktionsstörungen, die gut behandelbar sind.

Was können Eltern tun?

  1. Bewegung fördern: Kinder sollten sich mindestens eine Stunde am Tag bewegen. Aktivitäten wie Wandern, Radfahren oder Schwimmen stärken die Rückenmuskulatur und beugen Schmerzen vor. Bei Kindern, die wenig aktiv sind, empfiehlt es sich, mit moderater Bewegung zu beginnen und die Intensität langsam zu steigern.
  2. Richtiges Sitzen: Beim Lernen und Hausaufgaben machen sollten Kinder an einem Schreibtisch sitzen, der auf ihre Größe angepasst ist. Ein geeigneter Stuhl oder ein Gymnastikball kann helfen, einen Rundrücken zu vermeiden.
  3. Schulranzen richtig tragen: Der Schulranzen sollte nicht mehr als 10 % des Körpergewichts des Kindes wiegen. Die Gurte müssen so eingestellt sein, dass das Gewicht gleichmäßig verteilt wird.
  4. Vorbild sein: Eltern können ihre Kinder zu mehr Bewegung motivieren, indem sie selbst aktiv sind. Gemeinsame Aktivitäten wie Spaziergänge, Fahrradtouren oder Schwimmbadbesuche fördern nicht nur die Gesundheit, sondern machen auch Spaß.

Rückenschmerzen bei Kindern sind ein wachsendes Problem, das oft durch Bewegungsmangel und falsche Belastung verursacht wird. Mit ausreichend Bewegung, der richtigen Haltung und einem gut angepassten Schulranzen können Eltern viel dazu beitragen, die Rückengesundheit ihrer Kinder zu fördern. Bei anhaltenden Schmerzen sollte jedoch immer ein Arzt konsultiert werden, um ernsthafte Ursachen auszuschließen.

©Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie

Ärzte mit Spezialisierung auf Rücken und Wirbelsäule und Kinderorthopädie in der Umgebung von Ashburn

Passende Lexikonartikel

Beschwerden im Bewegungsapparat? Fragen Sie unseren KI-Bot nach möglichen Ursachen oder Infos! Hinweis: Hier können keine Termine vereinbart oder Ärzte und Ärztinnen kontaktiert werden.
×
×

Dieser Chatbot liefert allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Der Chatbot bietet keine direkte Kommunikation mit Praxen, Ärzten, Ärztinnen oder Terminvereinbarungen.

Fehler: Ihr Standort konnte nicht ermittelt werden.

Leider konnten wir mit Hilfe des Browsers Ihren ungefähren Standort nicht ermitteln, weitere Informationen erhalten sie auf der Seite aktueller Standort.