Knochenrheuma bei Kindern und Jugendlichen: Eine seltene Erkrankung verstehen

Chronisch Nichtbakterielle Osteomyelitis (CNO), auch als „Knochenrheuma“ bekannt, ist eine seltene Erkrankung, die vor allem bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Erwachsene sind nur sehr selten betroffen. Da die Krankheit wenig erforscht ist, gestaltet sich die Diagnose oft schwierig, und betroffene Kinder haben häufig eine lange Leidenszeit hinter sich, bevor ihnen geholfen werden kann.
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Was ist Knochenrheuma (CNO)?

CNO ist eine entzündliche Erkrankung, die in den Knochen auftritt. Besonders häufig sind die langen Röhrenknochen der Beine betroffen, aber auch andere Bereiche des Skeletts können entzündliche Veränderungen zeigen. Die Symptome sind oft unspezifisch. Kinder klagen über Knochenschmerzen, nehmen Schonhaltungen ein oder entwickeln Entzündungen, die jedoch nicht immer offensichtlich sind. Manchmal treten zusätzlich andere Erkrankungen auf, wie Schuppenflechte, schwere Akne oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.

Warum ist die Diagnose so schwierig?

Die Diagnose ist eine Herausforderung, da die Beschwerden oft unklar sind und typische Untersuchungsmethoden wie Röntgenbilder oder Bluttests meist keine eindeutigen Ergebnisse liefern. Ein MRT kann jedoch entzündliche Veränderungen im Knochen sichtbar machen und ist daher ein wichtiges Hilfsmittel. Um andere Krankheiten wie bösartige Tumoren oder bakterielle Infektionen auszuschließen, sind manchmal zusätzliche Gewebeuntersuchungen notwendig.Viele Kinder und Jugendliche erhalten die richtige Diagnose erst nach einer langen Odyssee durch verschiedene Arztpraxen. In dieser Zeit können sich die Entzündungen verschlimmern, was zu irreversiblen Schäden führen kann, beispielsweise an der Wirbelsäule oder anderen Knochen.

Warum wird die Krankheit oft übersehen?

Da rheumatische Erkrankungen bei Kindern selten sind, wird Knochenrheuma oft nicht sofort erkannt. Häufig werden die Beschwerden auf Wachstumsschmerzen oder harmlose Überlastungen geschoben. Auch Fehldiagnosen kommen vor, etwa wenn eine Entzündung im Unterkiefer fälschlicherweise als bakterielle Infektion der Zähne gedeutet wird und das Kind unnötig wochenlang Antibiotika erhält.

Wie wird Knochenrheuma behandelt?

Wenn die Diagnose endlich gestellt ist, kann mit der Therapie begonnen werden. Eine erfolgreiche Behandlung kombiniert verschiedene Ansätze:

  • Medikamente: In leichteren Fällen kommen entzündungshemmende Mittel (nichtsteroidale Antirheumatika) zum Einsatz. Bei schwereren Verläufen können auch andere Medikamente wie Sulfasalazin, Methotrexat, TNF-Blocker oder Bisphosphonate eingesetzt werden.
  • Krankengymnastik: Bewegungstherapie hilft, die Mobilität zu erhalten und Schmerzen zu lindern.
  • Psychosoziale Unterstützung: Besonders junge Patienten benötigen Unterstützung, um mit der Krankheit im Alltag umzugehen. Dies ist wichtig für ihre körperliche und seelische Entwicklung.

Da es jedoch bislang keine großen Studien zur CNO gibt, basiert die Behandlung vor allem auf den Erfahrungen von Spezialisten und kleinen Fallserien. Leider sind viele der eingesetzten Medikamente nicht offiziell für die Behandlung von CNO zugelassen, was zusätzliche bürokratische Hürden mit sich bringt.

Warum ist Aufmerksamkeit so wichtig?

Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser können schwere Schäden verhindert werden. Deshalb ist es wichtig, dass Beschwerden wie anhaltende Knochenschmerzen oder ungewöhnliche Entzündungen ernst genommen werden. Kinder- und Jugendärzte sollten für diese seltene Erkrankung sensibilisiert werden, um unnötige Leidenswege zu vermeiden.

CNO ist eine seltene und oft schwer zu diagnostizierende Erkrankung, die Kinder und Jugendliche betrifft. Betroffene brauchen eine frühzeitige Diagnose und eine individuell angepasste Therapie, um dauerhafte Schäden zu verhindern. Eltern sollten ärztlichen Rat suchen, wenn ihr Kind über anhaltende Schmerzen klagt, die nicht auf scheinbar harmlose Ursachen wie Wachstumsschmerzen zurückzuführen sind. Nur mit mehr Forschung, Sensibilisierung und Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Gesundheitssystem kann die Versorgung für junge Patienten weiter verbessert werden.

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