Vom Herd bis zur Wunderkerze: Alltagsfallen erkennen, Unfälle verhindern

Heiße Gefahren lauern im Alltag – besonders in der Vorweihnachtszeit. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind mit einfachen, praxiserprobten Regeln vor Verbrennungen und Verbrühungen schützen. Klar, kompakt und sofort umsetzbar.
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Warum Verbrennungen bei Kindern so häufig sind

Verbrennungen und Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfallursachen bei Kindern. In Deutschland sind jedes Jahr mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren betroffen. Knapp 6.000 müssen so schwer verletzt im Krankenhaus behandelt werden. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, die sich häufig an heißen Flüssigkeiten verbrühen.

Viele Unfälle lassen sich durch Prävention vermeiden!

Mehr Sicherheit in Küche und Essbereich

  • Heißgetränke nicht an den Rand von Tischen oder Arbeitsplatten stellen.
  • Keine Tischdecken, an denen Kinder ziehen können, verwenden.
  • Wasserkocher und Elektrogeräte außerhalb der Reichweite des Kindes platzieren; auf herabhängende Kabel achten.
  • Nichts Heißes essen oder trinken, wenn das Kind auf dem Schoß sitzt – Kinder greifen neugierig danach.
  • Töpfe und Pfannen auf den hinteren Herdplatten nutzen, Griffe immer nach hinten drehen.
  • Herdschutzgitter anbringen, damit Kinder nicht an heiße Platten fassen oder Töpfe herunterziehen.
  • Kinder von heißen Backöfen und Kaminöfen fernhalten.
  • Fläschchen und Brei aus der Mikrowelle gut umrühren und selbst probieren – außen lauwarm kann innen sehr heiß sein.
  • Bei Fettbrand: Feuer durch Deckel auflegen ersticken, niemals Wasser verwenden (Explosionsgefahr).

Verbrennungen im Haushalt vermeiden

  • Kaminofenscheiben, Heizkörper, Heizungsrohre sichern – Gefahr von Kontaktverbrennungen.
  • Heizdecken gehören nicht ins Kinderbett – Babys können Überhitzung nicht melden.
  • Bügeleisen ausschalten und Stecker ziehen, sobald Sie den Raum verlassen.
  • Kirschkernkissen nur leicht anwärmen.

Vorsicht im Umgang mit Feuer und zu besonderen Anlässen

  • Streichhölzer und Feuerzeuge konsequent wegschließen.
  • Kinder nie allein mit offenem Feuer oder Kerzen lassen; LED-Kerzen als sichere Alternative nutzen.
  • Am Weihnachtsbaum nur geprüfte Lichterketten, keine echten Kerzen.
  • Feuerwerk an Silvester nur gemeinsam und unter Aufsicht zünden.
  • Knaller nicht in Hosentaschen tragen – Reibung kann sie entzünden.
  • Kindern keine Wunderkerzen in die Hand geben – Funken können Kleidung entflammen.
  • Leim, lösliche Kleber und Sprühdosen nicht in Feuernähe verwenden – Verpuffungs- und Explosionsgefahr.
  • Lampen nicht mit Tüchern oder Papier abdecken – Brandgefahr.

Im Notfall richtig handeln

Rufen Sie bei schweren Verletzungen sofort den Notarzt unter 112. Ihr Kind kann unter Schock stehen – lassen Sie es nicht allein, bis der Rettungsdienst eintrifft. Bei kleineren Verletzungen wenden Sie sich an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.

Weitere Informationen

Silvesterfeuerwerk: https://duentscheidest.info/

Quellen:

Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU e.V.)

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

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