„Frozen Shoulder“ – Wenn die Schulter einfriert

Plötzlich auftretende Schmerzen und eine steife Schulter, die jede Bewegung zur Qual macht – das ist die sogenannte Frozen Shoulder. Diese Erkrankung kann jeden treffen und verläuft in drei Phasen, die Geduld und Durchhaltevermögen erfordern. Doch was steckt dahinter, und wie kann man die Beschwerden lindern? Erfahren Sie mehr über Ursachen, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten dieser langwierigen Schultererkrankung.
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Was ist eine Frozen Shoulder?

Die Frozen Shoulder, auch als „eingefrorene Schulter“ oder medizinisch „adhäsive Kapsulitis“ bekannt, ist eine Erkrankung des Schultergelenks, die zu starken Schmerzen und einer zunehmenden Bewegungseinschränkung führt. Sie kann jeden treffen, oft ohne erkennbare Ursache, und verläuft typischerweise in drei Phasen.

Die drei Phasen der Frozen Shoulder

Phase 1: Die „Gefrierphase“ (Freezing Phase)
In dieser Phase treten zunächst Schmerzen im Schultergelenk auf, die mit der Zeit immer stärker werden. Gleichzeitig nimmt die Beweglichkeit der Schulter ab. Diese Phase kann mehrere Monate andauern.

Phase 2: Die „gefrorene Phase“ (Frozen Phase)
Hier erreicht die Erkrankung ihren Höhepunkt. Die Schulter wird steif, und Bewegungen wie das Heben oder Drehen des Arms sind kaum noch möglich. Die Schmerzen nehmen in dieser Phase oft etwas ab, aber die Bewegungseinschränkung bleibt bestehen. Durch Schonhaltungen kann es zusätzlich zu einem Muskelabbau kommen.

Phase 3: Die „Tauphase“ (Thawing Phase)
In der letzten Phase bessern sich die Schmerzen langsam, und die Beweglichkeit der Schulter kehrt allmählich zurück. Dieser Prozess kann jedoch Monate bis Jahre dauern. In manchen Fällen bleiben die Beschwerden dauerhaft bestehen.

Ursachen der Frozen Shoulder

Die Frozen Shoulder entsteht durch eine Entzündung der Gelenkkapsel, die zu einer Verdickung und Schrumpfung des Kapselgewebes führt (sogenannte Kapselfibrose). Dadurch wird die Beweglichkeit des Schultergelenks stark eingeschränkt.

  • Primäre Frozen Shoulder: Tritt ohne erkennbare Ursache auf.
  • Sekundäre Frozen Shoulder: Entwickelt sich als Folge von Verletzungen, Überlastungen oder Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder anderen Stoffwechselstörungen.

Am häufigsten sind Frauen nach der Menopause betroffen, aber grundsätzlich kann die Erkrankung jeden treffen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung der Frozen Shoulder erfordert Geduld, da der Krankheitsverlauf nicht beschleunigt werden kann. Folgende Maßnahmen kommen zum Einsatz:

Schmerzlinderung: Schmerzmittel (Analgetika) und entzündungshemmende Medikamente wie Cortison können helfen, die Beschwerden in der schmerzhaften Phase zu lindern.

Physiotherapie: Sobald die Schmerzen nachlassen, kann mit gezielten Übungen begonnen werden, um die Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen. Zu frühe oder zu intensive Belastung kann jedoch kontraproduktiv sein.

Operation (bei Bedarf): Wenn die Schultersteife über Monate bestehen bleibt, kann eine minimalinvasive Operation (Arthroskopie) helfen. Dabei werden Verwachsungen gelöst und die geschrumpfte Gelenkkapsel gedehnt.

Spontane Besserung: In vielen Fällen bessert sich die Frozen Shoulder auch ohne Eingriffe von selbst, was jedoch bis zu zwei Jahre dauern kann.

Die Frozen Shoulder ist eine schmerzhafte und langwierige Erkrankung, die in drei Phasen verläuft: Schmerzen, Steifheit und langsame Erholung. Sie entsteht durch eine Entzündung und Verhärtung der Gelenkkapsel und kann sowohl ohne erkennbare Ursache (primär) als auch durch Verletzungen oder Erkrankungen (sekundär) auftreten. Die Behandlung umfasst Schmerztherapie, Physiotherapie und in schweren Fällen eine Operation. Geduld ist dabei der wichtigste Begleiter, da der Heilungsprozess oft lange dauert.

Ärzte mit Spezialisierung auf Schulter und Oberarm und Schulterschmerz in der Umgebung von Ashburn

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