Neues Kreuzbandregister soll Sportunfälle verhindern

Schlossen die Präventionsvereinbarung: (v. l.) PD Dr. Werner Krutsch, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie Universitätsklinikum Regensburg, Norbert Moser, Leiter Präventionsfeld Sport VBG, und Prof. Dr. Michael Nerlich, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie Universitätsklinikum Regensburg. © VBG/Stefan Kiefer
Hamburg/Regensburg – Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) und die gesetzliche Unfallversicherung VBG haben am vergangenen Samstag eine gemeinsame Präventionsvereinbarung und die Einführung eines „Kreuzbandregisters im Deutschen Sport“ beschlossen. Ziel der Vereinbarung ist es, die Gesundheit von Sportlerinnen und Sportlern im Profisport zu fördern und Verletzungen vorzubeugen. Die Ruptur des vorderen Kreuzbands sei ein wesentliches Risiko für betroffene Sportlerinnen und Sportler, Mannschaften sowie Kostenträger im Profisport. Mithilfe des Kreuzbandregisters sollen deshalb Kreuzbandverletzungen in den Sportarten Fußball, Eishockey, Handball und Basketball systematisch erfasst und analysiert werden. Dies soll Erkenntnisse darüber bringen, wie Verletzungen künftig verhindert und Sportler nach einer Verletzung möglichst sicher zum Wettkampf zurückgebracht werden können. Grundlage des nationalen Registers ist ein Kreuzbandregister, das Privatdozent Dr. Werner Krutsch, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR, bereits vor drei Jahren deutschlandweit für den Fußball initiierte. Von der Bundesliga bis zur untersten Spielklasse wurden hierfür Kreuzbandverletzungen im Detail untersucht und ausgewertet. Daraus seien bereits aufschlussreiche Informationen für Präventionsmöglichkeiten von Sportverletzungen hervorgegangen. Im Rahmen der Präventionsvereinbarung wollen die beiden Kooperationspartner darüber hinaus gemeinsam weitere Verletzungsschwerpunkte im Sport analysieren, zum Beispiel Unterschenkel- und Fußfrakturen sowie Schädelhirntraumata, die schwere Komplikationen oder Langzeitfolgen nach sich ziehen können. Quelle: UKR, VBG