Neues Biomaterial soll geschädigten Knorpel reparieren

22.05.2017

Ein Mainzer Forscher arbeitet derzeit an einem neuen regenerativen Biomatierial zur Behandlung von Arthrose.
© Prof. W.E.G. Müller/Universitätsmedizin Mainz

Mainz – Mit einem innovativen therapeutischen Konzept will der Mainzer Molekularbiologe Prof. Werner E. G. Müller die Lebensqualität von Patienten mit Arthrose erheblich verbessern: in einem neuen Forschungsprojekt entwickelt er ein Biomaterial zur Regeneration des Gelenkknorpels, das sowohl injizierbar als auch implantierbar ist. Dafür erhält er für die Dauer von 18 Monaten einen mit 150.000 Euro dotierten Proof-of-Concept Grant des Europäischen Forschungsrates.

Der Arthrose liegt ein Abbau des Gelenkknorpels zugrunde, der zu einem massiven Gelenkverschleiß führt. Die Folgen sind Schmerzen, eine zunehmende Steifigkeit und Bewegungseinschränkungen. In der Europäischen Union sind über 70 Millionen Menschen von Arthrose betroffen. Zur Behandlung der Gelenkerkrankung kommen lediglich symptomatische Therapien zum Einsatz. Eine weitere Möglichkeit ist der operative Gelenkersatz.

In seinem Forschungsprojekt „ArthroDUR – Bifunktionelles und regenerativ aktives Biomaterial – Suche nach einer ultimativen Lösung zur Behandlung der Osteoarthrose“ verfolgt Müller eine duale Strategie. Zunächst will er ein Präparat erzeugen, das sich in die Gelenkflüssigkeit injizieren lässt und dort vorkommende Knochensplitter löst und auf diese Weise Schmerzen lindert. Dieses Präparat wird sich aus den beiden Polymeren Biosilica und Polyphosphat (PolyP) zusammensetzen.

„Während Biosilica sich regenerativ auf Bindegewebszellen auswirkt – wie ich in einem vorangegangenen ERC-Forschungsprojekt bereits zeigen konnte – verstärkt das in Blutplättchen vorkommende PolyP diesen Effekt überraschenderweise noch. PolyP wirkt als ein ‚metabolischer Brennstoff‘ für die Synthese der Materialien des Skelett- und Knorpelgewebes“, erklärt Müller. Darüber hinaus will der Molekularbiologe aus Biosilica und PolyP Implantate entwickeln, die eine Reparatur des geschädigten Knorpels ermöglichen.

Quelle: Universitätsmedizin Mainz

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